das lange Warten

Reisen beginnen oft an Flughäfen und was macht man die grösste Zeit an Flughäfen? Man wartet irgendwie/irgendwo/irgendwarum:
Man wartet bis man einchecken kann, man warten an der Sicherheitskontrolle, man wartet aufs Boarding, man wartet bis die eigene Boardinggruppe an der Reihe ist, man wartet bis man an der Reiheist,man wartet bis alle ihr Gepäck verstaut haben, man wartet bis es losgeht! Sobald der Flieger gelandet ist, geht das Warten weiter, erstmals wartet man geduldig, bis die Flugzeugtüren geöffnetwerden,dann wartet man bis man an der Reihe zum Aussteigen ist, danach wartet man bis das Gepäck kommt, danach wartet man auf seinen weitern Transfer - man verbringt also seine Zeit an Flughäfenvorwiegendmit Warten! 

Ist Warten langweilig? Viele würden behaupten, ja - das ewige Warten ist langweilig! Allerdings kann man beim Warten wunderbar Menschen beobachten und sich Fragen stellen: 

Wohin will die Mittfünfzigerin mit ihrer Ed Hardy-Handtasche und ist Ed Hardy nicht längst aus der Moden gekommen? 

Was will der junge Gentleman neben mir erreichen mit seinem hastigen auf dem Handy rumgetippe?

Woher kommt der stämmige, glatzköpfige Herr mit seinem Jeep-Sweatshirt?

Was treibt dieses junge Päärchen an den Flughafen von Paris und was für eine scheinbar witzige Sendung schauen sie sich auf dem Tablet an? 

Hat der ältere Herr mit dem Cowboy-Hut nicht das Land verfehlt?

Was denkt sich wohl der vielleicht vierjährige Junge dabei, wenn er von seiner Mutter auf seinem Rollkoffer durch die Menschenmenge gezogen wird?


Von welcher Airline sind die drei hellblau gekleideten Damen?


Wohin reist dieser nervös scheinende junge Herr mit dem Supreme-Shirt und viel zu dick anmutender Jacke?


Was denken wohl die Leute über mich? 


Ein Flughafen, tausende von Menschen, tausende von Geschichten, tausende von Plänen - aber eines verbindet uns alle: wir warten! 

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auf dem kürzesten internationalen Linienflug!

Thal und Friedrichshafen - beides Ortschaften am Bodensee! Thal liegt am südlichen Ufer, Friedrichshafen am nördlichen Ufer. Wenig verbindet das schmucke Städchen Friedrichshafen mit der Gemeinde Thal, welche aus Thal, Staad und Altenrhein besteht. Doch beim Begriff Altenrhein gehen dem Aviatikliebhaber natürlich ein Lichtchen auf - Altenrhein hat einen Flughafen, nichts Grosses aber dem Aviatikliebhaber reicht ja eine Piste, der Geruch von Kerosin und Objekte mit Flügeln.

Der Flughafen hat aber eine Besonderheit - er hat eine eigene Airline, nämlich die unter österreichischer Flagge fliegende "People's Viennaline". Wie der Name schon sagt - die Airline verbindet St. Gallen mit der österreichischen Hauptstadt. Allerdings hat die "People's Viennaline" durchaus auch andere Ziele im Visier und so startete man mit einer Verbindung zwischen Friedrichshafen nach Köln, da die Airline allerdings in Altenrhein zu Hause ist, brauchte man natürlich auch die Flieger von da nach Friedrichshafen zu bringen - daraus entstand also der kürzeste Linienflug zwischen zwei Ländern, denn es war durchaus auch möglich bei diesem Flug nur die Strecke zwischen St. Gallen-Altenrhein und Friedrichshafen zu buchen.

 

Bereits seit einger Zeit stand dieser Flug bei mir auf der "will ich bald mal machen"-Liste, allerdings blieb mein grosses Engagment aus dieses Unterfangen auch mal in die Tat umzusetzen. So kam es wie es kommen musste, ich brauchte einen Anstupf! Ich setze mich eben auf die Sonnenterrasse im Skigebiet und schaltete mein Handy an - da prangte eine Nachricht mit der Frage, ob ich am kommenden Montag schon was vorhätte - ich hatte noch Ferien also hiess die Antwort folgerichtig "NEIN"! Noch am selben Abend wurde der Flug zwischen ACH und FDH gebucht, natürlich retour!

 

Der Grund für den Flug genau an diesem Datum war nicht das Wetter, eine Ankündigung über die Schliessung der Route sondern der Tatsach zu verdanken, dass People's Viennaline ihre zweite Embrear 170 noch nicht erhalten hat, Denim Air Konkurs anmelden musste und Helvetic offenbar ihre Flieger selber brauchte - es musste also ein Ersatz her, welchen man in Form der "Jota Aviation" und dem Avro RJ85 (G-JOTR) fand. Cool - Typenerstflug, neue Airline im Logbuch - was will man mehr.

 

Beide Flüge waren ganz avrotypisch, vor beiden Starts streickte die Maschine, in Altenrhein musste die Maschine neu gestartet werden, beim Rückflug ein ähnliches Prozedere bis dann die Elektronik so funktionierte, dass man den Bodensee mit gutem Gefühl überqueren kann.

 

Gestern Freitag wurde nun bekannt, dass People's Viennaline die Linie nun einstellt, wohl zu wenig rentabel. Auf unseren Flügen waren wir ziemlich alleine im Flieger!

Flugdetails:

ACH-FDH; Jota Aviation British Aerospace Avro RJ85; G-JOTR

FDH-ACH; Jota Aviaiton British Aerospace Avro RJ85; G-JOTR

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Unterwegs mit dem Air France B787-9

Am 25.02.2017 ging es gemeinsam mit zwei Kollegen auf einen kleinen Daytrip! Der Hauptgrund für unsere drei Flüge war die Strecke zwischen London Heathrow und Paris Charles-de-Gaulle! Air France setzte ihr neustes Baby in Form des Dreamliners B787-9 als Crewtraining auf der Strecken zwischen der britischen und der französischen Hauptstadt ein. Ein Langstreckenflugzeug auf Kurzstrecke sowas lässt man sich nicht gerne entgehen, somit war die Aufgabe klar - ein Rahmenprogramm um diesen Air France Dreamliner zu kreieren. Gedacht, geplant und gebucht wurde das ganze dann im November, gemacht, geflogen und genossen wurde es dann im Februar.

 

Unser Plan sah schlussendlich wie folgt aus: Von Zürich nach London wählte ich persönlich die Variante British Airways, welche nach einem kurzen Deicing und einer leichten Verspätung über RWY28 ins Morgengrauen schoss! Die Nebeldecke war dicht aber sehr tief, so durchstiessen wir schon sehr bald den grauen Deckel und die Sonne begrüsste uns ein erstes Mal an diesem Tag. Der Flug ansich war erreignislos, für lau bekam man auf dem gut eineinhalbstündigen Flug nichts - aber das war ja auch nicht weiter tragisch.

In London wählte unsere Maschine einen Standplatz am Terminal 5, von wo aus wir uns schnellstmöglich einen Weg zu Terminal 4 bahnen wollten. Gar nicht so einfach, bei den "Bushaltestellen" (natürlich alles airside) stand Terminal 1 und 3 und Terminal 2, von Terminal 4 wollte man nichts wissen. Die nette, aufgedackelte Dame konnte uns dann aber beruhigen, ein Bus zu Terminal 4 komme bald. Im Terminal 4 angekommen mussten wir nochmals eine Pass- und Sicherheitskontrolle passieren, ehe wir dann im mit Edelshops gesäumten Terminal waren. Leider drängte die Zeit und es blieb keine Zeit für eine ausgiebige Terminalbesichtigung - vielmehr mussten wir Rennen, denn unser Air France-Flug war bereits mit "last call" auf der überdimensionalen Anzeigetafel vermerkt. Am entsprechenden Gate angekommen waren wir aber alles andere als alleine, eine lange Schlange hatte sich gebildet.

Endlich im Flieger angekommen, waren dann unsere Plätze bereits besetzt, ein kurzes Bangen um meinen geliebten Fensterplatz. Doch die Stewardesse nahm sich meinem Problem an und wiess den Herrn auf meinem Platz freundlich daraufhin, dass er sich im Sitz geirrt hatte. Ich  hatte also meinen Sitzplatz. Das IFE gefiel mir und ich spielte während dem kurzen Hüpfer nach Paris etwas mit der Karte herum, welche sehr interaktiv war und schnell reagierte.

 

In Paris angekommen durften wir noch ganz kurz im Cockpit vorbeischauen - ein wirklich schönes Büro erklärte uns der Copilot mit einem breiten Lachen auf den Lippen.

 

In Paris hatten wir ordentlich Zeit, so blieb genügend Zeit um einen geeigneten Platz zu finden um ein paar Flieger fotografisch festzuhalten - der Spotter in uns drückte natürlich durch. Schlussendlich war die Ausbeute ansehnlich und mit dem Vietnam Airlines A350 habe ich einen Flieger fotografiert, welcher in der Hitliste beim Kapitel "Schönheit" sicherlich ganz weit oben fungiert.

Die Suche nach etwas Essbarem gestaltete sich schwieriger als die Suche nach einem geeigneten Fotopunkt, so blieb es halt bei einem total überteuerten, trockenen Starbucks-Sandwich.

Zurück nach Zürich ging es dann wiederum mit Air France, diesmal mit einem A318! Für mich war dies eine Typenpremiere, den A318 hatte ich bislang noch nicht in meiner Flugstatistik. Leider konnte man den Sitzplatz vorgängig nicht selber wählen und als dies dann möglich gewesen wäre, war der ganze Flieger schon rappelvoll - will heissen: kein Fensterplatz für mich, das war wirklich schade! Der Flug war erreignislos und so setzten wir kurz nach 17.00 Uhr auf RWY14 in Zürich zur Landung an.

 

Ein wirklich gelungener Tag mit drei Flügen, einem neuen Flughafen und einem neuen Flugzeugtyp in der Statistik!


Flugdetails:
ZRH-LHR; British Airways A320-200/WL; G-EUYT
LHR-CDG, Air France B787-9; F-HRBA

CDG-ZRH, Air France A318-100; F-GUGN

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